Ich bekomme regelmässig unerwünschte E-Mails

Spam

Umgangssprachlich werden als Spam undifferenziert alle unerwünschten E-Mails bezeichnet. Rechtlich konkret erfasst ist jedoch nur „fernmeldetechnisch gesendete Massenwerbung“ (Art. 3 Abs. 1 Bst. o des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb). Gegen Versender von Werbemails kann allenfalls rechtlich vorgegangen werden. Lesen Sie hierzu die Informationen des Bundesamtes für Kommunikation BAKOM.

Phishing

Falls Sie ein E-Mail erhalten haben, in welchem Sie nach Zugangsdaten, Kreditkartenangaben oder sonstigen Personendaten gefragt werden, handelt es sich wahrscheinlich um Phishing. Wie Sie uns dieses melden können, erfahren Sie hier

Betrug

Für die Bekämpfung von Betrug sind grundsätzlich die kantonalen Strafverfolgungsbehörden zuständig. Ob in einem konkreten Fall eines Mailversands noch eine (straflose) Vorbereitungshandlung vorliegt oder die Schwelle zum (strafbaren) Versuch bereits überschritten wurde, ist von Polizei und Staatsanwaltschaft zu beurteilen. Spätestens wenn Sie im Zusammenhang mit betrügerischen Mails einen finanziellen Schaden erlitten haben, sollten Sie bei Ihrer Kantonspolizei eine Anzeige machen.

Woher haben Kriminelle meine E-Mail Adresse?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Ihre E-Mail-Adresse in eine Datenbank gelangen kann. Spammer durchforsten zum Beispiel automatisiert das Internet nach gültigen E-Mail-Adressen, die auf Webseiten (beispielsweise in Foren oder Gästebüchern etc.) publiziert sind. Weiter ist es möglich, dass ein E-Mail-Konto oder Computer gehackt wurde, in welchem ein E-Mail mit Ihrer Adresse gespeichert ist (von Ihnen oder an Sie gesendet oder von einer Drittperson weitergeleitet) oder dass ihre E-Mail-Adresse durch ein Datenleak bekannt geworden ist. Bei E-Mail-Adressen, die aus Vornamen und Nachnamen bestehen, kann es auch sein, dass die E-Mail Adresse durch das Ausprobieren gängiger Vor- und Nachnamen respektive kurzer Zeichenfolgen erraten wurde. Es gibt Akteure im Untergrundmarkt des Internets, die darauf spezialisiert sind, E-Mail-Adressen zu beschaffen und entsprechende Listen an die Versender von Spam- und kriminellen Mails verkaufen.

 

Empfehlungen:

  • Auf technischer Ebene haben Sie die Möglichkeit, Ihre eingehenden Nachrichten im Webmail oder im E-Mail-Programm nach verschiedenen Kriterien zu filtern respektive als „Junk“ oder „Spam“ zu markieren und entsprechend zukünftige Sendungen von bestimmten Absender-Adressen, mit spezifischen Wörtern in der Betreff-Zeile, etc. zu blockieren. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn die fraglichen E-Mails immer ein ähnliches Muster aufweisen.
  • Seien Sie trotz technischen Einstellungen vorsichtig: E-Mail-Filter werden zwar immer besser, stoppen aber leider nach wie vor nicht alle unerwünschten Sendungen. Die Absender finden auch immer wieder neue Methoden, um diese Filter auszutricksen.
  • Beachten Sie unsere Verhaltensregeln zu E-Mail.

 

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Letzte Änderung 20.12.2018

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