Ich befürchte, dass mein Gerät mit Malware verseucht ist

Der Versand von Spam-, Malware- und Phishing- oder sonstigen kriminellen E-Mails geschieht regelmässig über gehackte Mailserver oder infizierte Heimcomputer von ahnungslosen Nutzern, was eine Rückverfolgung erheblich erschwert.

Seit einiger Zeit sind vermehrt E-Mails mit gefälschtem Absender im Umlauf, welche jeweils Bezug auf eine erfundene Bestellung, Lieferung, Rechnung oder Zahlung nehmen - manchmal wird auch auf Klagen oder Gerichtsverfahren Bezug genommen, um dem Empfänger Angst zu machen. Hinter dem Link oder dem Anhang befindet sich in diesen Fällen eine Schadsoftware (ein "Virus").

Öffnen Sie die angehängte Datei also unter keinen Umständen, klicken Sie auf keinen Link und löschen Sie solche E-Mails sofort. Die Betrüger denken sich immer wieder neue Szenarien aus, um die Empfänger dazu zu verleiten, unbedacht zu reagieren. 

Für den Fall, dass Sie den Verdacht haben, dass Ihr Computer infiziert wurde (z.B. falls der besagte Anhang geöffnet wurde), empfehlen wir Ihnen, sich an eine Computerfachperson zu wenden, welche Ihren Computer untersucht, gegebenenfalls säubert und falls nötig das Betriebssystem neu installiert. Wir empfehlen bis zur Säuberung und Neuinstallation des Betriebssystem des infizierten Gerätes, dieses nicht mehr für E-Banking oder Interneteinkäufe zu nutzen. Gleichzeitig empfiehlt es sich unbedingt Ihre Überweisungen täglich zu überprüfen, damit Sie bei künftigen missbräuchlichen Überweisungen umgehend bei Ihrer Bank intervenieren können.  Auch wenn Sie nichts Bemerkenswertes beobachten konnten, könnte sich der Trojaner installiert haben – dies passiert typischerweise im Hintergrund. Leider kann MELANI keinen individuellen IT-Support bieten und wir können aus der Ferne nicht beurteilen, ob eine Infektion tatsächlich stattgefunden hat. 

Unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem (Art. 143 bis StGB) und die Verbreitung von Malware sind Straftaten, die polizeilich verfolgt werden. Entsprechend empfehlen wir Ihnen, bei Ihrer lokalen Kantonspolizei eine Anzeige zu machen. Diese wird dann die notwendigen Ermittlungen in die Wege leiten. Empfehlenswert ist es, alle gesammelten Angaben/Daten zu diesem Fall für die Anzeigeerstattung mitzunehmen.

 

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Letzte Änderung 20.12.2018

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