Information: Gefahren und Risiken, wenn Kinder surfen

26.10.2005 - Verschiedene Gefahren und Risiken bedrohen Ihr Kind im Internet: Viele Kinder erleben virtuelle Begegnungen mit dubiosen Personen, treffen auf politische Propaganda oder anstössige Webseiten. Aber auch die Sicherheit Ihres Computers kann durch Ihr surfendes Kind gefährdet werden.

Auswirkungen:
Kinder bewegen sich oft geübter und flinker im Internet als ihre Eltern, surfen, chatten und laden Daten herunter. Meist sind sie sich jedoch der drohenden Gefahren nicht bewusst: Nicht immer ist die neue Bekanntschaft aus dem Chatraum die Person, die sie vorgibt zu sein und häufig geben Kinder Informationen im Internet preis, die sie gefährden könnten. Gleichzeitig droht die Gefahr, dass sie mit unbedacht aus dem Internet geladenen Dateien Ihren Computer verseuchen und damit der Kontrolle eines Hackers übergeben.


Massnahmen:
  • Regeln vereinbaren
    Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern Regeln: Niemals dürfen sie einem Unbekannten aus dem Internet in einem Chat oder per E-Mail Angaben zu ihrer Person machen. Besprechen Sie mit Ihren Kindern, was diese aus dem Internet herunterladen dürfen und von welchen Homepages. Ihr Kind soll Sie fragen, wenn es sonstige Downloads machen will. Grundsätzlich gilt: Downloads aus verlässlichen, kommerziellen Quellen stellen meist kein Sicherheitsrisiko dar – bei Downloads aus dubiosen Quellen, wie beispielsweise über Filesharing-Netze zum Download von Filmen, Musik und anderen Daten, ist Vorsicht geboten, da sie oft Malware enthalten können, die die Sicherheit Ihres Computers gefährden könnte.
    Stellen Sie E-Mail-Regeln auf: Ihr Kind sollte nur mit Personen mailen, die es kennt. Mail-Attachments sollten nur geöffnet werden, wenn Ihr Kind den Absender kennt (Gefahr von Malware).
  • Kinder über Risiken informieren und am Surfen teilnehmen
    Kinder sind sich der Gefahren im Internet nicht immer bewusst. Suchen Sie daher das Gespräch mit ihnen. Am besten Surfen Sie von Zeit zu Zeit zusammen mit Ihren Kindern und interessieren sich für ihre Internetausflüge. Lassen Sie sich von Ihren Kindern zeigen, was sie alles machen und profitieren sie von ihren oft bereits guten Internet- und Computerkenntnissen. Im Gegenzug teilen Sie mit Ihrem Kind Ihre Kenntnisse über drohende Gefahren. Bringen Sie den Kindern bei, mit Ihnen das Gespräch zu suchen, falls sie ein unangenehmes Erlebnis hatten. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Pornoseiten im Internet, denen sie höchstwahrscheinlich früher oder später begegnen werden. Jugendliche sollten auch auf die Gefahr politischer Propaganda im Internet aufmerksam gemacht werden.

  • Filterprogramme (Kinderschutz) bieten unvollständigen Schutz
    Falls Sie das wünschen, können Sie Ihren Internetzugang überwachen. Mit kommerzieller Kinderschutzsoftware können Sie beispielsweise den Zugriff auf pornografische Webseiten weitgehend verhindern, das Surfen nur zu bestimmten Zeiten ermöglichen und andere Überwachungsmechanismen einsetzen. Einen vollständigen Schutz bieten solche Programme allerdings nicht. Sie ersetzen daher das Gespräch mit den Kindern keinesfalls. Eine Übersicht über Filter- und Kinderschutzprogramme finden Sie hier:
    http://www.aig-filtra.org

  • Schützen Sie Ihren Computer vor Gefahren aus dem Internet
    Anleitungen dazu finden Sie auf der MELANI-Homepage.

    Sichere Konfiguration von Windows XP:
    http://www.melani.admin.ch/dienstleistungen/00132/index.html?lang=de
    Sichere Konfiguration von Mac OS X:
    http://www.melani.admin.ch/dienstleistungen/00132/index.html?lang=de
    Informationen und Hinweise zu drohenden Gefahren:
    http://www.melani.admin.ch/themen/00103/index.html?lang=de

Letzte Änderung 26.10.2005

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